Jedes Jahr im Januar gibt es eine ganze Reihe von Vorhersagen und Trends aus der Online Stellenbranche – und dieses Jahr macht da keine Ausnahme. Eines der Topthemen ist social recruiting und wie es sich auf die Stellenbranche auswirken wird.

Seitdem sich Social Media Netzwerke im Alltag derart etabliert haben, dass sie inzwischen nicht mehr wegzudenken sind, bemühen sich Firmen zu verstehen, wie viel Einfluss diese neuen Kommunikationstools auf ihre Zielgruppe haben. In den vergangenen drei Jahren sind Social Media Plattformen wie Pilze aus dem Boden geschossen. Jedes Jahr kommen neue Social Media tools auf den Markt und es ist entscheidend, dass Firmen mit den neuen Trends im social space Schritt halten.

Die Frage, wie viel Macht diese sozialen Netzwerke über die Online Stellenbranche haben, wird immer wichtiger und langsam macht sich Wettbewerbsdruck breit. Aber können wir das nicht auch anders sehen?

Das Kernelement von Social Media ist Teilen. Es ist für Einzelpersonen oder Unternehmen eine Möglichkeit, mit Kunden in Kontakt zu bleiben, indem wir teilen, was uns gefällt, oder nicht gefällt, Tipps geben und Fragen innerhalb einer größeren Gemeinschaft beantworten. Es ist alles andere als ein reines Selbstmarketing-Tool für Stellenanbieter. Während viele User Social Media nutzen, um sich ein Netzwerk für den Arbeitsalltag aufzubauen, dient es nicht in erster Linie als Selbstmarketing-Tool für berufliche Karrieren.

Der überwiegenden Mehrheit von Usern sozialer Netzwerke geht es nicht darum, ihre professionellen Qualifikationen und Erfahrungen zu veröffentlichen. Daher stellt sich die Frage für diejenigen, die sich um social recruiting kümmern: Inwieweit können Informationen aus den Profilen und Newsfeeds gezogen werden?

LinkedIn wird als starke Konkurrenz in der social recruiting Branche gesehen. Die Frage ist, ob Sie es nach wie vor als Konkurrenz betrachten würden, nachdem wir den Gebrauch und die Möglichkeiten genauer analysiert haben.

Stellenportale gelten nach wie vor als erste Anlaufstelle für aktive Stellenbewerber – das zeigt sich darin, dass die meisten Bewerber sich bei ihrer Suche auf Stellenportale konzentrieren, bevor sie andere Möglichkeiten in Erwägung ziehen.

Soziale Netzwerke, wie LinkedIn, werden viel häufiger in Verbindung mit Stellenportalen herangezogen, indem die Vorteile von sozialen Netzwerken genutzt werden. Wenn Sie es sich genau überlegen, werden Sie feststellen, dass bei jedem LinkedIn-Besuch Ihre Kontakte offene Stellenangebote teilen – die Ausschreibungen jedoch auf Stellenportalen sind und nicht innerhalb des LinkedIn Stellenmarkts.

Social Recruiting hat die Beziehung zwischen Stellenportalen und sozialen Netzwerken maßgeblich verändert. In den vergangenen Jahren hat die Stellenbranche die sozialen Netzwerke hauptsächlich als Konkurrenz betrachtet, wohingegen soziale Plattformen genau genommen eine fantastische Ergänzung zu Stellenportalen sind. Es ist ein hervorragender Marketing-Kanal, um mehr Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen.

Drei Tipps wie Stellenportale Social Media nutzen können:

Nutzen Sie Hashtags #. Es ist ein bewährtes Mittel, um für Ihre Posts mehr Aufmerksamkeit zu bekommen. So stellen Sie sicher, dass Sie auch außerhalb Ihres Netzwerks gesehen werden. Hashtags, wie beispielsweise #Jobs oder noch genauer definiert, wie etwa #kunstjobs oder #techjobs werden stark gesucht. Ein Hashtag könnte der Dreh sein, um mehr Besucher als Kunden zu gewinnen und den Traffic auf Ihrer Seite zu erhöhen.

Social Media ist die beste Plattform, Ihren Kunden mitzuteilen, was Sie alles können. Posten Sie daher nicht nur offene Stellenanzeigen. Ihre Follower werden es Ihnen danken, wenn Sie nützliche Informationen und aktuelle Nachrichten aus der Branche neben einigen herausragenden Stellenausschreibungen posten. Geben Sie passiven Stellensuchern einen guten Grund, Ihnen online zu folgen. Beginnen Sie, Besucher zu Kunden werden zu lassen und positionieren Sie sich als stabiles Standbein.

Kommunizieren Sie mit Ihren Followern. Ihre social timeline ist nicht darauf ausgerichtet, eine Werbeplattform zu sein. Es ist eine großartige Art, mit Ihren Stellenbewerbern zu sprechen, Fragen zu beantworten, und so hilfreich wie möglich zu sein. Die Suche nach einer neuen Stelle ist stressig. Jede Form von Hilfe wird wertgeschätzt, nicht vergessen (und hoffentlich auf Plattformen wie Twitter geteilt)

Der Schlüssel zum Erfolg ist, sich für die wichtigsten sozialen Netzwerke Ihrer Kunden zu entscheiden und sich dort mit konkreten Zielen und Plänen zu etablieren. Machen Sie nicht den Fehler, jeden zur Verfügung stehenden Kanal nutzen zu wollen – so können Sie Ihre Ressourcen nicht bündeln und Sie verzetteln sich. Obwohl social media kostenlos genutzt werden kann, müssen Sie sicherstellen, dass Sie genügend Manpower haben, um jeden Schritt und jede Aktivität oder Kampagne zu begleiten und zu verwalten.

Wenn Sie das nicht machen, könnte es Ihrer Marke schaden. Nichts ist schlimmer, als wenn ein User einen brachliegenden Account findet.

Social Media wird weiterhin eine führende Rolle in der online Stellenbranche spielen, indem offene Stellenangebote kommuniziert und damit mehr Bewerber aufmerksam gemacht werden. Falls Sie für Ihr Stellenportal noch keine social Media Strategie haben, ist es jetzt höchste Zeit, sich auf das Ausformulieren einer erfolgreichen Strategie zu konzentrieren.

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