Die letzte Zeit war überschattet von Mobilegeddon, einer angsteinflößenden Macht, vor der sich nur wenige Websiten retten konnten. Bei einigen Websiten ging es sogar soweit, dass sie mit dem furchtbar dramatischen Phänomen der Mobil-Machung konfrontiert wurden.
mobilegeddon

Mobilegeddon ist auch als Mobilapokalypse oder Mopocalypse bekannt. Oder auch ‚nur‘ ein neuer mobilfreundlich Ranking-Algorithmus, den Google am 21. April 2015 veröffentlicht hat.

Der neue Algorithmus ist darauf angelegt, mobilfreundliche Seiten in Googles mobilen Suchresultaten besser zu platzieren. Dieser neue, einschüchternde Algorithmus hat viele Webseiten-Besitzer aufgerüttelt, die nun Angst um ihre Ranking-Plätze haben.

Obwohl Google den Algorithmus fast täglich anpasst, wurde gerade Mobilegeddon eine einschneidende Wirkung auf die Websiten-Rankings vorhergesagt. Im vergangenen Februar hat Google daher sogar eine Warnung für diesen neuen Algorithmus herausgegeben und ein Tool bereit gestellt, mit dem Entwickler und Webmaster testen konnten, inwieweit ihre Seiten mobilfreundlich sind.

Spezialisten für Suchmaschinen-Optimierung (SEO) waren überzeugt, dass dieses Update die größe Veränderung seit 2011 mit sich bringen würde – obwohl Google Webseiten-Besitzern versichert hat, dass es sich eher um eine sanfte Revolution handeln werde.

Alles in allem kann man aber sagen, dass die Angst vor Mobilegeddon nicht nur negative Seiten hat: Es ist extrem wichtig, Websiten so zu gestalten, dass sie auf mobilen Endgeräten ohne Probleme angezeigt werden. Mobilfreundlichkeit ist das Schlagwort.

Warum sollte eine Website mobilfreundlich sein?

Google ist es wichtig, mobilfreundliche oder ‘responsive‘ Seiten zu fördern, da es auch in deren Sinne ist, die beste geräteübergreifende Usererfahrung zu bieten. Dies geht einher mit ‚Suchrobotern‘, die das Internet absuchen und Inhalte indexieren – auch Ihre!

Zudem lohnt es sich, einen Blick auf Usererfahrungen zu werfen: Eine Studie von iAquire und SurveyMonkey hat bestätigt, dass 40% der User auf eine andere Website wechseln, wenn nicht mobilfreundlich programmiert wurde. Das ist ein riesiger User-Anteil, der Ihnen verloren gehen kann, wenn Ihre Seite nicht responsiv ausgelegt ist.

Ein Monat später – wie haben sich Websiten entwickelt?

Eines der Resultate von Mobilegeddon wurde von Google jetzt veröffentlicht: Seit März und April hat sich die Anzahl der mobilfreundlichen Websiten um 4,7 % erhöht.

Es kann nicht geleugnet werden, dass die Angst vor potentiellem Traffik-Verlust Webseitenbesitzer endlich dazu gebracht hat, sich mit dem Thema Mobilfreundlichkeit auseinander zu setzen. Es gibt sogar Stimmen, die bemäkeln, dass dies nicht bereits 2009 geschehen ist. Damals wurde angekündigt, dass mobile Seiten und Desktop-Seiten in den Suchrankings verknüpft werden. Letztendlich zählt, dass es der notwendige Ruck war, der jetzt endlich durch die Branche gegangen ist.

Das vergangene Update ist jedoch entgegen der Erwartungen der Entwickler weniger drastisch ausgefallen: Mobilegeddon hat das Tagesgeschäft nicht im gleichen Ausmaß erschüttert, wie es andere Updates getan haben - trotzdem ist das Thema brandaktuell.

Wie können Sie Ihre Website mobilfreundlich gestalten?

Eines ist sicher, es ist nicht der richtige Zeitpunkt um sich gemütlich zurück zu lehnen und erstmal nichts zu tun. Lassen Sie sich von unseren besten Tipps inspirieren, wie Sie Ihre Website für mobile Endgeräte voll responsiv gestalten können und freuen Sie sich jetzt bereits jetzt auf viele neue und treue Kunden und Besucher in der Zukunft.

  • Viele User nutzen nur eine Hand, um Ihre Website zu erkunden. Dadurch werden manche Handgriffe, wie Scrollen, zu einer komplizierten Angelegenheit. Wir empfehlen Ihnen daher, mit ‚Tippen Sie hier‘ Navigations-Buttons großzügig umzugehen. Sie können sogar ein Doppelklick Feature einbauen, mit dem Produktbilder vergrößert werden. So wird der Besuch auf Ihrer Seite für den User noch angenehmer.
  • Es ist eine gute Idee, Such- und E-Mail-Felder so zu gestalten, dass man sie leicht ausfüllen kann. Geben Sie dem User viel Platz im Feld und ringsherum, damit das Tippen nicht frustrierend wird und der User aufgibt.
  • Zusammengequetschte Links sind ein No-Go. Sobald Links aneinander kleben, kann Google sie nicht mehr genau sehen und für den User ist es obendrauf schwer, die richtige Zeile zu erwischen.
  • Beachten Sie unbedingt, wichtige CSS files, wie Ihre Stylesheets oder andere wichtige JavaScript files in Robots.txt nicht zu blockieren. Blockieren Sie nur Daten, von denen Sie wissen, dass sie Probleme verursachen, um Google das indexieren leicht zu machen.
  • Es ist unerlässlich, Ihre Website daraufhin zu optimieren, dass User zu Kunden werden. Das ist natürlich umso entscheidender, wenn man bedenkt, dass 17% aller mobilen User Mobilgeräte verwenden, um etwas zu kaufen – und das war bereits im Jahr 2013 so, als Google die Umfrage ‚Mobile Search Moments‘ durchgeführt hat. Sie können Ihren mobilen Kunden auf viele Arten entgegen kommen: Sie können beispielsweise den ‚Checkout‘ entkomplizieren und einfacher gestalten, so dass sich mobile Besucher gerne bei Ihnen anmelden und Ihre Services nutzen.

Image: Twin Design / Shutterstock.com

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