Wir waren alle schon einmal in der Situation des Kandidaten, haben Stunden damit verbracht Stellenbeschreibungen zu sichten, Bewerbungsformulare sorgfältig auszufüllen und geduldig auf eine Antwort des potenziellen Arbeitgebers zu warten (und zu warten und zu warten). Man könnte meinen, dass dieses Erlebnis uns in die Lage versetzt, den Bewerbungsprozess für den Kandidaten so problemlos wie möglich zu gestalten. Aber leider ist das nicht immer der Fall.

Beim Bewerbungsprozess geht es darum, wie der Bewerber die Firma, über die er sich bewirbt, empfindet und wahrnimmt. Ist der Prozess zu schwierig, gibt er wahrscheinlich auf und wird seinen Freunden höchstwahrscheinlich raten, das Gleiche zu tun.

Um Ihnen zu helfen, die richtige Richtung einzuschlagen, haben wir eine praktische Liste mit Tipps für ein positives Bewerbungserlebnis für Kandidaten zusammengestellt. Ziel ist, dass sie wieder zu Ihnen kommen wollen, wenn sie auf der Suche nach einer neuen Stelle sind und Ihnen so auch in schwierigen Zeiten treu bleiben.

Halten Sie die Kommunikationswege offen

Hat man sich erst einmal die Zeit genommen, ein Bewerbungsformular auszufüllen, sich auf ein Vorstellungsgespräch vorzubereiten und zu diesem zu gehen, dann gibt es nichts Schlimmeres als lange warten zu müssen, ohne etwas zu hören.

Respektieren Sie die von den Kandidaten aufgewendete Zeit und Mühe, indem Sie sie über den Fortschritt auf dem Laufenden halten, dann sind die Bewerber zu gegebener Zeit auch eher bereit, konstruktives Feedback zu akzeptieren. Das ist eine rücksichtsvolle Art zu arbeiten.

Halten Sie den Bewerbungsprozess einfach

Das Benutzererlebnis sollte höchste Priorität haben, ganz gleich, ob Sie ein Stellenbörsenmoderator oder eine Arbeitsvermittlung sind. Grundlegende Prinzipien der Suchmaschinenoptimierung (SEO), sowie deren Design, sollten berücksichtigt werden und vor einer großen Veränderung sollte diese gründlich untersucht und getestet werden.

Ein klarer Weg für den Kandidaten, mit verständlichen Anweisungen, die ihn durch den Prozess führen, ist natürlich für jede Website wichtig, aber ganz besonders für eine Stellenbörse.

Cross Browser- und Geräteprüfung

Schauen Sie sich einmal den Benutzerfluss in Google Analytics an, dann sehen Sie ganz schnell die Seiten, auf denen die meisten Besucher Ihre Stellenbörse verlassen. Das können ganz normale Seiten, wie die Kontakt-Seite, sein, es kann aber auch hilfreich sein, um technische oder Benutzerprobleme in bestimmten Bereichen Ihrer Website aufzuzeigen.

Außerdem kann, was auf Ihrem Computerbildschirm akzeptabel aussieht, auf einem anderen PC, Tablet oder Handy völlig anders aussehen. Außerdem gibt es noch die visuellen und funktionellen Unterschiede zwischen Chrome, IE, Safari, Firefox…. Testen, testen, testen!

Betreiben Sie eine Politik der offenen Tür

Ganz gleich, ob es darum geht immer erreichbar zu sein, um eine Frage zu beantworten oder Ihre Erfahrung zur Verfügung zu stellen, ist es immer gut offen zu sein.

Wie bei der Kommunikation und, wenn es darum geht die vom Kandidaten aufgewendete Zeit zu respektieren, ist auch die höfliche und zeitnahe Beantwortung von Fragen der beste Weg zu arbeiten. Soziale Medien ersetzen traditionelle Kundendienstabteilungen und das Gespräch findet online, in einem öffentlichen Forum statt. Nutzen Sie es mit Bedacht und seien Sie immer präsent.

Ihre Geschäftsgeheimnisse in einem Blog mitzuteilen, ist eine tolle Möglichkeit, Ihre Fähigkeiten und Ihre Autorität innerhalb der Branche zur Schau zu stellen. Dadurch verlieren Sie keine Bewerber. Ganz im Gegenteil: Sie gewinnen sie, denn man vertraut Ihnen und Sie sind der Ansprechpartner bei der Rekrutierung.

Ein Auge fürs Detail

Nehmen Sie so viele Informationen wie möglich in Ihre Stellenbeschreibungen auf, damit der Kandidat das Gefühl hat, genug zu wissen, um eine Entscheidung zu treffen und sich nach bestem Vermögen um die Stelle zu bewerben.

Wie bewirbt man sich? Wen sollte man kontaktieren? Wie hoch ist das Gehalt? Diese Informationen müssen selbstverständlich immer aktuell sein. Wenn eine Stelle nicht mehr frei ist, entfernen Sie sie.

Sie dachten, Sie wären jetzt fertig mit Testen…

… dann sollten Sie umdenken! Wir können stundenlang Vermutungen anstellen, aber um wirklich zu verstehen, was ein Kandidat braucht und was er von der Jobsuche heute erwartet, müssen wir ihn fragen.

Umfragen sind eine naheliegende Methode, um Meinung zu sondieren. Sie können am Ende einer Stellenbewerbung platziert oder den Kandidaten zu einem späteren Zeitpunkt per E-Mail geschickt werden. Überlegen Sie, was Sie mit dieser Umfrage erreichen wollen und stellen Sie die richtigen Fragen. Achten Sie auch darauf, dass die Befragten ausreichend Gelegenheit haben ihre Meinung zu sagen, ihre Ideen mitzuteilen und Ihnen Feedback zu geben.

Ziel der Rekrutierung sollte immer sein, die richtigen Leute an den richtigen Platz zu bringen. Machen Sie es dem Bewerber einfach, das ist schon die halbe Miete.

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